Versuch: Flammenfärbung der Alkali-/Erdalkalimetalle

Hinweise: Einige der hier verwendeten Chemikalien sind gesundheitsschädlich oder giftig. Bariumchlorid sollte nicht mit der Haut in Kontakt gebracht werden, da wasserlösliche Bariumsalze toxisch sind und bereits durch die Haut absorbiert werden können.

 

 Chemikalie

 GHS-Piktogramm

 Gefahrenhinweis(e)

 Sicherheitshinweis(e)

 Lithiumchlorid

 

 H: 302-315-319

 P: 302+352-

      305+351+338

 Natrium-, Kaliumchlorid

 

 

 Nicht eingestuft

 

 Rubidium-, Caesiumchlorid

 

 

 Nicht eingestuft

 

 Calciumchlorid

 

 H: 319

 P: 305+351+338

 Strontiumchlorid

 

 H: 315-319-335

 P: 261-302+352-

      305+351+338-321-

      405-501

 Bariumchlorid

 

 H: 301-332

 P: 30+310

 Salzsäure, verdünnt

 

 H: 290

 P: 406-390

Materialien: Bunsenbrenner, Magnesiastäbchen, Kobaltglas, Becherglas 100ml, Uhrgläser, feuerfeste Unterlage

Durchführung: Man füllt ein Becherglas mit 50 ml 15%iger Salzsäure. Nun werden die einzelnen Stoffproben auf keine Uhrgläser verteilt. Ist dies geschehen, so wird der Brenner mit rauschender Flamme entzündet und man verfährt nach dem, im Folgenden beschriebenen Muster:

Zuerst wird das Magnesiastäbchen in der Flamme ausgeglüht um Verunreinigungen zu entfernen. Zeigt sich keine Flammenfärbung mehr, taucht man das noch heiße Stäbchen in Salzsäure. Nun nimmt man mit dem noch feuchten Magnesiastäbchen eine kleine Stoffprobe auf und hält sie in die Flamme. Für die nächste zu untersuchende Stoffprobe bricht man entweder nach Abkühlung die verwendete Spitze am Magnesiastäbchen ab oder verwendet ein neues. Die Flammenfärbung von Kalium sollte zusätzlich durch ein Kobaltglas betrachtet werden.

 

Beobachtung: In der Brennerflamme zeigt sich eine charakteristische Flammenfärbung, die für jede untersuchte Stoffprobe klar auseinanderzuhalten ist.

 

Ergebnis: Genau wie die Alkali- und Erdalkalimetalle selbst, zeigen auch ihre Kationen eine charakteristische Flammenfärbung. Da Kaliumverbindungen meist auch geringe Spuren von Natriumkationen enthalten, setzt man hier ein Kobaltglas ein. Das Kobaltglas absorbiert das von den Natriumkationen hervorgerufene Licht.